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+ Wegen Oscar-Gewinner Hauschka den Film "Konklave" geschaut + Zanda Martens hört auf: Wie es mit der SPD weitergeht + Stadt plant neue Radstationen +
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Guten Morgen ,
die ersten Folgen unseres True-crime-Podcasts „Kohle, Knast und Kaviar“ haben wir im Weltkunstzimmer an der Ronsdorfer Straße aufgenommen. An derselben Adresse hat ein Musikproduzent sein Studio: Volker Bertelmann, genannt Hauschka. Als die Neuverfilmung „Im Westen nichts Neues“ erschien und er einen Oscar für die Musik erhielt, lernte ich, welche Berühmtheit in der Nachbarschaft arbeitet. Seit der berühmten Dusch-Mordszene in Hitchcocks „Psycho“ hat mich keine Musik derart gepackt wie die wenigen dumpfen Töne, mit denen Hauschka am Anfang des Kriegsfilms eine tödliche Bedrohung tonal in Szene setzt.
Nach dieser Erfahrung stand für mich fest, dass ich mir „Konklave“ ansehe, dessen Musik ebenfalls von dem Düsseldorfer kommt. Das Thema an sich reizte mich nicht mehr. Was konnte schon Neues kommen nach allem, was man aus dieser Firmenzentrale eines von Greisen geprägten Apparats da in Rom bereits erfahren hatte?
Ich wollte aber unbedingt erfahren, wie Hauschka dieses Gezerre um die Wahl eines neuen Papstes musikalisch untermalt. Ich wurde nicht enttäuscht. Er schafft es einmal mehr, mit vergleichsweise wenigen Tönen die merkwürdig nervöse, misstrauische Stimmung in der Abgeschiedenheit von über hundert alten und sehr alten Männern im wahrsten Sinne des Wortes zu betonen: düster, spannungsgeladen, dem scheinbar so aus der Zeit gefallenen Ereignis durch zeitlose Töne angepasst.
Die unaufgeregten Bilder von Regisseur Edward Berger sind beeindruckend, durch Hauschkas Komposition werden sie zu einem buchstäblich sagenhaften Gemälde vatikanischer Machtpolitik. Also: Danke an Hauschka.
Auch weil er mich so darauf brachte, zwei vor Jahren gelesene Bücher aus dem Regal zu nehmen, den Staub wegzupusten und sie fürs erneute Schmökern im nächsten Urlaub bereitzulegen:
- „Assassini“: Das ist ein Kriminalroman des US-amerikanischen Autors Thomas Gifford, der erstmals 1990 erschien und im Milieu der katholischen Kirche spielt. Für dieses Buch, in dem ein finsterer, perfekt Schlittschuh laufender Priester die Menschen aus klerikalen Gründen meuchelt, hätte der Begriff Thriller erfunden werden können. Als ich es damals auf einer Türkeireise las, bekam ich seinetwegen Streit mit meiner Begleitung und wir einigten uns darauf, dass jeder jeweils eine Stunde das Buch lesen durfte und es dann an den anderen zurückgeben musste.
- „Im Namen Gottes“: Autor David Yallop, ein US-Journalist, schildert darin die zumindest dubiosen Hintergründe des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I. Der wurde 1978 im Konklave gewählt und lag wenige Wochen später morgens tot in seinem Bett. Wäre ich nicht zu meinem 18. Geburtstag aus der Kirche ausgetreten, danach hätte ich es umgehend getan.
Meine Empfehlung: den Film anschauen und beide Bücher lesen.
Einen schönen Start in die Woche – und Danke, dass Sie VierNull lesen
Ihr Hans Onkelbach
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Beim nächsten Parteitag der Düsseldorfer SPD werden die Sozialdemokraten ihre Spitze neu besetzen müssen. Denn die Vorsitzende Zanda Martens hat angekündigt, nicht wieder antreten zu wollen. Sie saß eine Legislatur im Bundestag, ihr Mandat endet aber nun. Denn es ist ihr nicht gelungen, wieder einen ausreichenden Listenplatz zu ergattern. Also geht sie zurück zu ihrem früheren Arbeitgeber, der IG Metall.
In der Geschichte des Tages erklärt Christian Herrendorf, warum die 40-Jährige als Vorsitzende aufhört und in welcher Lage die Partei sich nun befindet. Passend zu dieser Analyse stellt er im Text drei Männer vor, die Nachfolger werden könnten – oder mindestens für einen Typus stehen, der künftig die sozialdemokratische Spitze übernimmt. Sie sind hier in der Fotomontage von Andreas Endermann zu sehen (von links): Tobias Kühbacher, Hakim El Ghazali und Adis Selimi.
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Ausblick: Neue Fahrradstationen - Ihre Meinung ist gefragt
Die Stadt bietet an, vier neue Fahrradstationen zu bauen und in der zweiten Jahreshälfte zu eröffnen. Vorher will sie die Meinung der Bürger dazu erfahren. Ab heute und bis zum 4. April findet die Befragung statt – und zwar über Informationsstelen, an denen ein QR-Code zu finden ist, der zu einem Online-Fragebogen führt. Diese Stelen findet man an der
- Grafenberger Allee 77
- Lindenstraße 78
- Mauerstraße 55
- und Kopernikusstraße 89.
Aktuell gibt es in Düsseldorf 28 Fahrradstationen. Je nach Standort ist Platz für acht, zehn, zwölf oder 24 Fahrräder.
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Ausblick: Ab heute Baustelle auf der Kniebrücke
Das wird eng, aber immerhin hat man die Bauzeiten nach der Verkehrsdichte organisiert: Ab heute gibt es Reparaturen auf der Kniebrücke, der Fahrbahnbelag muss erneuert werden. Tagsüber steht innerhalb der verkehrsärmeren Zeiten in Fahrtrichtung Oberkassel zwischen 6 und 14 Uhr sowie in Fahrtrichtung Innenstadt zwischen 10 und 16 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Stadt hofft, bis spätestens zum 28. März fertig zu sein. Spielt das Wetter mit, kann es auch schneller gehen.
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Einblick: Wie sich die Grünen sich neu aufstellen
Was die SPD im Mai noch vor sich hat, haben die Grünen am Wochenende schon erledigt: Sie haben einen neuen Parteivorstand gewählt. Auch dort hat die bisherige Spitze nach zwei Jahren nicht weitergemacht. Die Mitgliederversammlung wählte sechs Frauen und zwei Männer. Was die Ergebnisse im Detail bedeuten, beschreibt mein Kollege Christian Herrendorf in den folgenden Punkten so:
„1. Die Grünen legen gemessen an den Gewählten viel Wert aufs Organisieren – nachvollziehbar angesichts von inzwischen rund 1700 Mitgliedern. Der Vorstand ist dafür um eine Stelle gewachsen, es gibt nun auch eine politische Geschäftsführung. Auf diesen Posten wählte der Parteitag Bernadette Niehaus, die im Vergleich mit ihrem Gegenkandidaten Paul Pansky (Grüne Jugend) die noch stärkere Rede hielt. Der Unterlegene hinterließ allerdings auch den Eindruck, als würde man noch von ihm hören.
2. Neue Parteisprecher:innen sind Patricia Guilleaume und Maximilian Fries. Letzterer steht als früherer Mitarbeiter des Europa-Abgeordneten Sven Giegold für das, was heute bei den Grünen als links gilt. Er ist in den Sozialen Netzwerken sehr aktiv, die jetzige Aufgabe in Düsseldorf erscheint eher eine Zwischenstation zu sein. Patricia Guilleaume kommt aus der freien Wirtschaft und nach Grünen-Wahrnehmung von außen. Ob das hilfreich oder hinderlich für die Entwicklung der Partei ist, werden die nächsten Monate zeigen.
3. Überraschend ist Anas Al-Qura'an, gerade noch Bundestagskandidat im Düsseldorfer Norden, nicht erneut zum Beisitzer gewählt worden. Als mögliche Erklärungen war „viel Selbstbewusstsein“ und „zu wenig konkrete Inhalte“ zu hören.“
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Bilderrätsel
Dass es sich hier um ein Bürogebäude handelt, ist nicht zu übersehen. Aber wo steht es, an welcher Adresse hat Andreas Endermann das Foto gemacht? Bitte schicken Sie Ihre Vorschläge an hans.onkelbach@viernull.de. Unter den korrekten Einsendungen verlosen wir die Teilnahme an unserem True-Crime-Rundgang für zwei Personen.
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P.S. Der Anlass ist besorgniserregend, aber es steht fest: Die Bundeswehr muss aufrüsten, vor allem personell. Das klappt seit ein paar Jahren besser als man ahnt. Am Erfolg und den künftigen Bemühungen ist die Düsseldorfer Agentur Castenow beteiligt. Hier habe ich beschrieben, was sie tut.
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