Burger-Restaurant Goldies: Wie lange man wartet – und worauf

Die Musik aus dem Inneren des Lokals vibriert durch die Gasse. Der Bass ist leise, aber spürbar. Hinter dem schwarzen Absperrband wächst die Schlange: junge Frauen mit kleinen Handtaschen, Männer in Lederjacken und weißen Nikes. Klatschender Handschlag, schnelle Umarmung. Sie wollen rein – ins Goldies.
Zimtschnecken, Dubai-Schokolade, alles mit Matcha und Pistazie. Kaum ein Trend, der nicht kurz viral geht. Menschentrauben nach Neueröffnungen sind das neue Normal unserer Social-Media-Zeit. Auch der Smash-Burger der Berliner Kette Goldies, die am 8. März in der Neustraße in der Altstadt eröffnet hat, ist längst ein TikTok-Star. Blogger filmen sich beim Reinbeißen, während Käsesauce über ihre Finger läuft.
Der Hype lebt auch von der Geschichte der Gründer: Vladislav Gachyn und Kajo Hiesl haben in Sterne-Restaurants gearbeitet, unter anderem im Vau des Berliner Fernsehkochs Kolja Kleeberg und im Aqua von Sven Elverfeld in Wolfsburg. 2017 eröffneten sie ihr erstes Lokal in Berlin-Kreuzberg, zunächst mit Fokus auf Pommes. 2021 kam der Smash-Burger ins Menü. Ihr Konzept: amerikanisches Junkfood – kulinarisch veredelt.
Mit ihrem weichen Bun (= Brötchen) und dem dünnen Patty ähneln die Burger optisch denen von McDonald’s. Doch während der Fast-Food-Riese nur tiefgekühltes, vorgestanztes Fleisch erhitzt, wird bei Goldies „gesmasht“. Eine frische, rohe Hackfleischkugel wird kräftig auf die heiße Grillplatte gedrückt – für maximale Kontaktfläche. Außen knusprig, innen saftig. Goldies wirkt wie die Antwort auf ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn McDonald’s richtig gut wäre?
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